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Loslassen, wenn etwas nicht mehr funktioniert

Loslassen, was nicht funktioniert

„Lass los, was nicht funktioniert, überlege dir genau, was funktioniert und dich richtig begeistert. Es ist nicht so, als würde mir nie etwas Schlimmes widerfahren. Aber ich stecke die meisten Dinge nicht in Schubladen wie „gut“ oder „schlecht“. Stattdessen frage ich mich, wie ich mich dadurch weiterentwickeln kann. Was will ich jetzt wo ist in diesem Augenblick meine Mitte?“ Jason Nemer, Miterfinder des Acroyoga, aus Tim Ferriss: Tools der Titanen, S.77

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Mann auf Gipfel im Sonnenuntergang - Tim Ferriss - Tools der Titanen

Tim Ferriss für ein besseres Leben

Ein besseres Leben versprechen viele Bücher. In wenigen Büchern steckt sogar Hirn. In diesem, stecken gleich ganz viele Hirne. Sie sind auch von einem Superbrain zusammengetragen. In weiten Teilen außergewöhnliche Interviews mit Stars (z.B. Jamie Foxx) und bei uns weniger bekannten und echt spannenden Leuten. Timothy Ferriss ist seit Jahren erfolgreich in Business UND Leben unterwegs. Dazu Tipps und Weisheiten für ein besseres Leben – mit ganz viel GMV. Seine beiden Bücher Die 4-Stunden-Woche und Der 4-Stunden-Körper schafften es in die New-York-Times-Bestsellerliste. (Wikipedia) Sein Anfang des Jahres in Deutschland erschienenes Werk „Tools der Titanen“ ist erstaunlich, erquickend und empfehlenswert.

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Ihre Werte – Ziele-Selbst-Coaching 10

Werte - Ziele - OrientierungKennen Sie Ihre Kernwerte? Die Werte, die Ihr Leben bestimmen, nach denen Sie sich quasi automatisch ausrichten, Ihr persönliches Navigationssystem für Ihre Lebensplanung, Ihren Umgang, Ihr Verhalten, Ihre Entscheidungsstrategien?

Werte bekommen Sie mit auf den Weg. Als Kind lernen Sie von den Eltern, als Jugendlicher von Vorbildern und Antivorbildern. Werte werden manipuliert, durch Politik, Medien, Gesellschaft. Durch Sie selbst. Und sie sind wichtig.

„Klar, mein höchster Wert ist Integrität. Dazu gehört Ehrlichkeit …“ Stopp! Und Vorsicht. Der Mensch lügt durchschnittlich 200 x am Tag – erwiesen. Schon Dreijährige beherrschen das Lügen. Einfach abgeschaut. Lernen am Modell. So entsteht auch ein Großteil unserer Werte. Abgeschaut. Abgehört. Abgefühlt.

Werte und Ziele

Aus IHREN Werten und Motiven können Sie IHRE Ziele herleiten. An Ihren Werten sollten Sie Ihre Ziele messen. Denn nur Ziele, die zu Ihren echten Werten passen, haben eine Chance erreicht zu werden, tatsächlich erreicht zu werden. Das ist erwiesen und hat viel mit GMV – gesundem Menschenverstand – zu tun.

Wenn Sie Freiheit und Selbstbestimmung lieben, sollten Sie kein Soldat werden, kein Profifußballer, auch fünf Kinder wären da nicht wirklich passend. Vielleicht ist es für Sie auch besser, nicht in einem kleinen Dorf zu leben, wo jeder jeden kennt – nun, ich denke, Sie wissen, was ich meine.

Geschichten zum nachdenken

Zwei Mönche am Fluss

Zwei Mönche wuschen ihre Esschalen gerade im Fluss, da bemerkten sie einen ertrinkenden Skorpion. Einer der Mönche schöpfte ihn sofort aus dem Wasser und setzte ihn am Ufer ab. Dabei wurde er gestochen. Als er sich wieder seiner Schale zuwandte, fiel der Skorpion erneut ins Wasser. Der Mönch rettete ihn wieder und wurde noch einmal gestochen. Der andere Mönch fragte ihn: ,,Warum rettest du diesem Skorpion immer wieder, obwohl du doch weißt, dass es in seiner Natur liegt zu stechen?“ Da antwortete der Mönch lächelnd: ,,Weil es in meiner Natur liegt zu helfen.“[1]

 

Klicken Sie hier zu den Coaching-Blättern „Werte ermitteln“

Selbst-Coaching Werte 1 – Übung
Selbst-Coaching Werte 2 – Werte ermitteln

Zum neuen Ziele Workbook – alle Übungen kompakt

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[1] Quelle: http://www.eagle-vision-communication.de/Metaphern-Geschichten347_Zwei_Moenche_am_Fluss.htm
Bildnachweis: Fotolia 5124232

 

Unbewusste Motive – Ziele-Selbst-Coaching 9

Eisberg - 90 Prozent unter Wasser
Eisberg – 90 Prozent unter Wasser

Wir wissen ja meistens was uns wichtig ist – meinen wir. Unsere Werte sind letztlich auch die Motive, die unsere Entscheidungen und Ziele beeinflussen. Spannend wird es, wenn Sie herausfinden wollen, welche unbewussten Motive Sie antreiben und bestimmen. Das Unterbewusstsein ist laut Experten (und unseren Erfahrungen) wesentlich mächtiger als unser bisschen bewusstes Denken. Bis zu 90 Prozent spielen sich unter der Wasseroberfläche ab und wir bekommen nichts davon mit wie bei einem Eisberg.

Das Gleiche gilt für die Wahrnehmung: „Die Gesamtheit der aufgenommenen Signale ist immens groß und wirkt als großes Paket auf dem Grund des Sees (Unterbewusstsein), während die bewusst wahrgenommenen Signale die Schaumkronen auf den Wellen sind. In jeder Sekunde nehmen wir rund 10.000.000 Bits auf. 16 Bits nehmen wir bewusst wahr.[i] Erst wenn wir feststellen, dass wir Mist gebaut haben oder woanders angekommen sind als wir hin wollten, merken wir, dass es da eine Kraft gibt, die uns irgendwie steuert.

Unbewusste Motive erforschen

Der deutsche Psychologe Oliver Schultheiss, der an Universität Erlangen-Nürnberg und der University of Michigan, einem Mekka der Psychologie, arbeitet, hat das sogenannte Picture Story Exercise weiterentwickelt. Damit ist es möglich die meist verborgenen Bedürfnisse unseres Unbewussten aufzustöbern und kennenzulernen. Es basiert auf einem Verfahren, das man den Thematischen Apperzeptionstest (Auffassungstest, TAT) nennt. Dabei erzählen Probanden Geschichten zu einer Reihe von Standardbildern. Diese erzählten und aufgezeichneten Geschichten werden dann nach der Stärke des Gesellungs-, Leistungs- und Machtbedürfnis überprüft und so die unbewussten Motive und Werte ermittelt. Sie werden bereits ab einem Alter von sechs Wochen angelegt.

Sie (die unbewussten Motive, der Autor) beeinflussen unser Handeln und die Zielsetzung ein Leben lang. Im frühkindlichen Alter werden die impliziten (unbewussten, der Autor) Motive gebildet, die sich aus Reaktionen und Verhaltensweisen des Babies heraus ableiten, welche bereits in diesem Alter mitbekommen, welche Reaktionen der Umwelt auf welche Aktion folgt und wohin diese führt. Damit positive Reaktionen weiterhin bestehen bleiben, wendet das Baby die entsprechenden Handlungen an.“[ii]

Der Picture Story Exercise […] ist eines der derzeit besten psychologischen Instrumente, um die Bedürfnisse, die wir unbewusst haben, an die Oberfläche des Bewussten zu bringen.“[i]

Unser Unbewusstes zeigt sich in Vorlieben, Bedürfnissen und Wünschen. Vor allem jene, die uns nicht wirklich bewusst sind, uns aber auch zu dem machen, der wir sind. Diese Bedürfnisse lassen sich auf drei Grundbedürfnisse reduzieren:

Bindung, Leistung, Macht.

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[i] Bas Kast: Wie der Bauch dem Kopf beim Denken hilft, S.98
[ii] http://www.portal-der-psyche.de/gesunde-psyche/reiss-profile/motive-ursprung-motivation/motive-ursprung-motivation-implizit.html
Bildnachweis: Fotolia 188806

 

Ziele erreichen – Persönlichkeit – Selbst-Coaching 3

Persönlichkeit - Psychologische Ebenen
Persönlichkeit – Psychologische Ebenen

Eine Voraussetzung authentische Ziele zu finden, ist, dass Sie sich selbst gut kennen. Ihre Persönlichkeit spielt eine große Rolle. Ich persönlich war mir nicht immer 100%ig klar, wer ich im Innersten bin, wie ich ticke, was mir wirklich wichtig ist, was daran liegen kann, dass wir hin und wieder fremdgesteuert sind. Kennen Sie das? Sie tun Dinge, die Ihnen nicht gefallen, bei denen Sie sich nicht wohl fühlen, die nicht zu Ihnen passen – Sie tun sie trotzdem. Mancher hört schon zum 300ten-mal auf zu rauchen. Dabei ist das wirklich richtig dumm. Sie glauben doch nicht im Ernst, dass Ihre Lungen dafür gemacht sind, oder?

Persönlichkeit besteht aus dem Zusammenspiel von Erbgut und Umwelt. Beides beeinflusst sich beim Bilden und dauerhaften Entwickeln der Persönlichkeit gegenseitig, und zwar ständig. Heute sprechen Wissenschaftler von den „Big Five“, den fünf Faktoren, mit denen sich die Persönlichkeit eines Menschen erfassen lässt:

  • Offenheit
  • Verträglichkeit
  • Gewissenhaftigkeit
  • Extraversion – z.B. Herzlichkeit, Geselligkeit, Aktivität, Frohsinn
  • Neurotizismus z.B. Ängstlichkeit, Reizbarkeit,  Verletzlichkeit

Jens Asendorpf ist der deutsche Experte, wenn es um Persönlichkeitsentwicklung geht. Er meint, das ICH sei bis ins hohe Alter veränderbar. Die lange geltende Theorie, dass der Kern der Persönlichkeit angeboren ist und dann stabil bleibt, gilt als überholt. Dass mit rund 30 Schluss sein soll, die Persönlichkeit dann ausgebildet und festgelegt ist, weil sich Gehirnzellen kaum noch nach- und ausbilden würden, ist heute widerlegt.

Diese Entschuldigung haben Sie also nicht mehr, wenn Sie über 30 sind. Dafür haben Sie Chancen. Beispielsweise die Chance an Ihrer Persönlichkeit zu feilen, sich zu ändern, Ihrer Wunsch-Persönlichkeit näher zu kommen. Was Ihnen heute an sich nicht gefällt, können Sie weiter beeinflussen, denn die Nervenzellen des Hirns, Sitz Ihrer Persönlichkeit, können sich fast ein Leben lang neu organisieren. Asendorpf legt sich da fest. Er sagt, der Durchschnitt der Persönlichkeit stabilisiere sich erst mit 50 Jahren.

„Die Frage lautet nicht mehr: „Wer bin ich?“, sondern: „Wer könnte ich werden?“. Das Leben ist also eine Baustelle, und jeder kann selbst bestimmen, ob er an seinem Ich beständig weiterarbeitet, gar einen radikalen Umbau wagt, oder es mit den Jahren ein bisschen verkommen lässt.“ (Siefert/Weber, S.80)[1]

Kommen Sie sich auf die Schliche!

Ein Werkzeug, um sich besser auf die Schliche zu kommen ist die Betrachtung der eigenen Person anhand der „Psychologischen Ebenen“. Robert Dilts, amerikanischer Psychologe hat die psychologischen Ebenen für die psychologische Arbeit optimiert.

Gehen Sie die psychologischen Ebenen von unten nach oben durch und beantworten Sie die dazugehörigen Fragen. Das ist die erste Stufe der wirksamen Arbeit an und mit sich selbst. Hier arbeiten Sie bewusst. Achten Sie dabei auf die Wahl Ihrer Worte. Identifizieren Sie sogenannte Schlüsselwörter (entscheiden Sie spontan).

  • Ebene Umwelt
    Wo befinden Sie sich – Zuhause, Arbeit, Freizeit
  • Ebene Handlung
    Was tun Sie? – Zuhause, Arbeit, Freizeit
  • Ebene Fähigkeiten
    Was können Sie besonders gut?
  • Ebene Werte
    Was ist Ihnen wichtig?
  • Ebene Identität
    Wer sind Sie? Wie beschreiben Sie Ihre Persönlichkeit?
  • Ebene Zugehörigkeit
    Wem oder was fühlen Sie sich zugehörig? – Berufsgruppe? Religion? Saat?…

Zu dem, was Ihr Unterbewusstsein will, kommen wir später. Und das wird dann richtig spannend. Die dazugehörige Methode ist es ebenfalls: Picture Story Exercise. Jetzt erst mal die Psychologischen Ebenen.

Hier klicken zum Arbeitsblatt „Psychologische Ebenen – sich selbst besser kennen lernen“
Hier klicken zu weiteren InformationenPersönlichkeit

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[1] Werner Siefert, Christian Weber: Ich – wie wir uns selbst erfinden, Piper, 2008