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Die gelben Teufel

ADAC: So viele Stimmen?
ADAC: So viele Stimmen?

Der ADAC ist mal wieder in den Schlagzeilen – natürlich negativ. Wir sprechen hier nicht von den Pannenhelfern oder den Leuten, die in den Geschäftsstellen einen guten Job machen. Wir reden mal wieder von der Chefetage, die Mist fabriziert hat. Führung ist und bleibt ein echtes Dilemma in vielen deutschen Unternehmen. Der Club für Autofahrer hat Betrug zugegeben. Aber erst einmal haben arrogante ADAC-Chefs in unnachahmlich dümmlicher mir-kann-doch-keiner-was-Manier das Thema weggebügelt.

“ (…) nach dem ersten Bericht zu möglichen Manipulationen hatte ADAC-Geschäftsführer Karl Obermair am vergangenen Donnerstag bei der offiziellen Feier zur Auszeichnung des VW Golf mit dem „Gelben Engel“ vor den geladenen Gästen noch von „Unterstellungen und Unwahrheiten“ gesprochen. Obermair hatte sogar gespottet, immerhin seien die vier Buchstaben des ADAC richtig abgedruckt worden.“
Klick zur Quelle „Fränkischer Tag Online“

Nichts hören, nichts sehen…

Jetzt haben die Chefkommunikatoren des ADAC das YouTube Video von der Preisverleihung „privat“ gestellt – nun kann es keiner mehr sehen, von dem man nicht will, dass er es sieht. Echter Vertrauensaufbau in Mitglieder und dem ganzen Rest (Gefühlt hat der ADAC ja rund 80 Millionen Mitglieder). Das erinnert mich an die drei Affen – in der Chefetage turnen wohl noch einige mehr herum. Nichts hören, nichts sehen, nichts sagen, nichts wissen, nichts machen, nichts denken, nichts zugeben, nichts können…

Nun, es steht fest, dass die Wahl zum „gelben Engel“ (Leserwahl des beliebtesten Autos) manipuliert worden ist. ADAC-Kommunikationschef und Chefredakteur der Mitgliederzeitschrift Motorwelt Michael Ramstetter hat das eingeräumt. Er ist auch gleich zurückgetreten – mal sehen, wo er in der Autoindustrie oder anverwandten Organisationen wieder ganz oben auftaucht. So schnell wie er zurückgetreten ist, hat man ihn wohl „überzeugt“ das Bauernopfer zu spielen. Da kann man Schmerzensgeld vermuten.

Für wie blöde halten die uns

Die Autoindustrie hat natürlich nichts gewusst, schon gar nicht die Gewinner. Immer dieser Golf. Ramstetter muss die Welt und im speziellen uns wirklich für besonderes blöde halten. Immerhin hat er dem Golf das 10-fache an Stimmen zugeschanzt – rund 34.000 statt 3.400. Ja, wieso macht der Mann das? Was hat er davon? Außer dass alle glaubten, es stimmten 100-Tausende bei diesem Wettbewerb ab. Wieso meint der Typ, das merke keiner?

Nennen wir es Morbus-Elfenbeiturm-Syndrom. Darunter leiden ja viele Chefs, deren Büros in der 6sten Etage oder höher liegen. Die Luft wird dünner und die Speichellecker nehmen drastisch zu. Das ist echt ungesund. Ich habe gehört das neue Krankheitsbild löst Burn-Out in Managerkreisen ab. Zurück zum ADAC.

Pro echte gelbe Engel

Successful business group.Nun haben die Nasen in der Führungsetage des ADAC mal wider richtig in die Tonne gegriffen – man weiß auch nicht genau, wie die Chefs werden  -, die echten Helfer des Vereins verschonen wir bitte mit Häme und Sippenverurteilung. Die sind mindestens genau so sauer wie der ganze Rest.

Stimmen aus der Facebookseite des ADAC

Einen Tag nach Veröffentlichung gibt es auf der Facebookseite knapp 1.200 Kommentare. Zwei exemplarische Kommentare (anonymisiert, Quellen bekannt) …

„Wer wirklich glaubt, dass diese Mauschelei das Werk einer einzigen Person ist, dem ist nicht mehr zu helfen. Was vor wenigen Tagen auf der Gala noch das Werk der bösen Journalisten war, ist nun doch wahr und keiner hat etwas gewusst – LÄCHERLICH! Der ADAC verspielt hier sein wichtigstes Gut: seine Unabhängigkeit. Vor diesem Hintergrund bekommen alle Tests ob nun Pannenstatistik oder Kindersitztests einen ganz üblen Beigeschmack.“
„Die wahren “ gelben Engel “ sind die, die einem nachts auf der Autobahn die Karre wieder ans Laufen bekommen, die Menschen bergen und in Notsituationen helfen. Sollen die Sesselfurzer doch machen was sie wollen, was interessiert mich das Lieblingsauto? Dem ADAC jetzt die Mitgliedschaft zu kündigen trifft die Falschen und am Ende auch jeden selbst. Zeig mir ein Unternehmen, wo nicht mindestens einer in die eigene Tasche arbeitet. VW wird auch seinen Teil dazu beigetragen haben, verkauft ihr auch jetzt alle eure Volksschüssel? Feuert die Pfeifen und macht weiter.“

 

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Satire: Eigenes Weltbild

Marterl Franken
Auffrischung nötig

Der katholische Weltbild Verlag wurde nun von den Bischöfen fallen gelassen wie eine heiße Kartoffel. Eigentlich handelt sich schon eher um Kartoffelbrei, denn die Kirchen-Granden hatten den vor sich hin dümpelnden Verlag einfach vergessen – diese Kartoffeln wurden zu lange von den falschen Köchen gekocht.

Weltbild: kampferprobt

Nachdem das Geschäft mit teilweise pornografischen Werken (das war 2011 ein schöner Weltbild Skandal: die haben einfach alle Pornoheftchen, die sie bei Ministranten, Priesteranwärtern und Pfarrern beschlagnahmt hatten, weiter verkauft) nicht geklappt hat, sollen es nun die andere richten. Eine der Ursachen für den Niedergang soll sein, dass man das aufkommende Internetzeitalter mit den neuen Wettbewerbern (Amazon & Co.) irgendwie übersehen hat. Die Kirche stand den Neuerungen, die nach dem Jahr 31 stattfanden, schon immer eher schwerfällig gegenüber.

Unternehmer (lasser) Kirche

Mit den Größenordnungen des Versagens kann sich die Kirche im Reigen der abgehalfterten Unternehmer (Quelle, Schlecker), die irgendwie den Zug verpasst haben, sehen lassen – Weltbild: 190 Millionen Schulden, 130 Millionen Sanierungsbedarf.

Bei diesen Zahlen kann ich gut verstehen, dass die gesalbten Männer um Kardinal Marx und Meisner das ach so schwere Kreuz auf die Schultern anderer legen, zum Beispiel auf die der knapp 7000 Mitarbeiter, und sich davon stehlen. Sonst schickt sie ihr Chef Franziskus auch noch in die Diaspora wie den Kollegen van Elst (mit seinen lumpigen 31 Millionen, die er verprasst hat). Und mit dem will nun wirklich keiner mehr. Der kann ja nicht mit Geld umgehen.

Angeblich wollen Weltbild-Eigner keine Kirchensteuergelder verbrennen, so ein Grund für den Insolvenz-Antrag. Ja, wenn es so hoffnungslos um den Verlag bestellt ist. Es ist auch recht schwierig, denn die geheimen Portokassen „Bischöflicher Stuhl“ sind derzeit nicht verfügbar auch wenn sie gut gefüllt scheinen (das wäre angesichts des Limburg-Debakels ungeschickt) – alleine der Bischöfliche Stuhl Würzburg verfügt über 271 Millionen Euro (Quelle BR, 19.10.2013) – und es gibt viele Bischöfliche Stühle. Also rettet die Kirche erst mal wieder niemanden. Dann lieber ein Imageschaden. Inzwischen ist man das gewohnt – nicht so schlimm. Eine Beichte und alles ist wieder gut.

„Die Bischöfe lassen den katholischen Verlag abwickeln. Lieber stehen sie als unsozial da, als dass sie Geld ihrer Gläubigen verbrennen“, so die FAZ. Nun, sozial ist auch keine der Kerntugenden der Kirchenmänner in den bunten Gewändern und der lustigen Mütze

Die arme katholische Kirche

Das ganze schöne Geld, dass die Kuttenträger, pardon Würdenträger, sammeln (lassen, traditionelle Kinderarbeit am 6.Januar) ist auch schon verplant, obwohl… man könnte angesichts der Situation ja nochmals kreativ nachdenken, eventuell auch unter Mithilfe des heiligen Geistes. Da soll ja ein guter Draht bestehen.

Im übrigen wäre van Elst der richtige Insolvenzverwalter für Weltbild. Der Mann kann mit Geld, also irgendwie. Nur so ein Gedanke, weil ja gerade Not besteht: Wohin mit dem verirrten Schaf?

So oder so ist der Zug für die Weltbild-Mitarbeiter bald abgefahren (bis Ende März gibt es Insovezgeld), wenn auch irgendein runder Tisch mit wichtigen Leuten ständig tagt, Geld kostet und letztlich bedauernd wird abwinken müssen (das sagt uns der GMV). Und in vier Wochen spricht keiner mehr davon. Dann treffen sich vielleicht einmal Schlecker-Frauen und Ex-Weltbildler mit Quelle-Depressiven zu einem Gedenkgottesdient mit allen Kardinälen, Bischöfen, ehemaligen Inhabern (die Familie Schlecker wird wohl nicht kommen. sie sollen in der Nähe des Schlosses des vorbestraften Ex-Postchefs Zumwinkel zusammen mit Quelle-Pleitier Middelhoff gesichtet worden sein, Frau Schickedanz hat kein Geld für die Anreise) und Managern zu einem Gedenkgottesdienst. Motto: Spendet für ein besseres Leben nach dem Tod. (Heute habt ihr von uns nichts zu erwarten)

Verkäufer: mieses Image

Verkäuferimage
Verkäuferimage

Andere Länder, anderes Image

In Amerika ist der „Salesmann“ anerkannt, obwohl aus dem Land des Immobilien- und Bankencrashs die größten „Trickser“ kommen. Aber es gibt wohl noch schlimmere. Alles ist relativ. In den USA hat der Rechtsanwalt einen schlechteren Ruf als der Verkäufer. Was nicht verwundert, wenn man amerikanische Gerichtsverhandlungen in TV und Kino verfolgt. Es geht nicht um Recht und Jurisprudenz, sondern um das juristische „Jodel-Diplom“. Dort treten Rechtsanwälte als gelackte Lügner und Manipulatoren der schlimmsten Sorte auf und gelten als schmierige Winkeladvokaten. Und da wir alles von den Amis übernehmen, warnen wir schon einmal die deutschen Anwälte und Rechtsverdreher.

Typischer Witz. Was sind 50 Rechtsanwälte auf dem Meeresgrund? Ein guter Anfang. Woran merkt man, dass ein Rechtsanwalt lügt? Wenn er etwas sagt. Das gilt natürlich nur für die USA … noch.

Woher kommt das Verkäuferimage?

Einer 80jährigen Dame eine Lebensversicherung mit 20 Jahren Laufzeit zu verkaufen ist nicht so ganz o.k. Es gibt eine Menge schwarzer Schafe in der großen Verkäuferherde – immerhin soll es über eine Million Vertreter in dieser Funktion geben. Aber sind wir nicht ein bisschen Verkäufer? Menschen einzureden, dass sie etwas kaufen sollen, das sie nicht brauchen – wer benötigt in der Großstadt schon einen Geländewagen? – das machen Werbung und Verkauf. Werbung weckt manipulativ die Bedürfnisse mit teilweise unglaublich dümmlichen Anzeigen und Spots, die auf unsere Emotionen und Gefühle abzielen. Und wir fallen darauf herein. Die „Spitze der Schöpfung“.

Schokolade macht uns verführerisch, Autos zu Helden, Bier zu Umweltschützern oder Freibeutern, Versicherungen garantieren zusammen mit Kaffee eine glückliche Familie. Für wie blöde halten die Werbeleute uns eigentlich? Für ziemlich blöde. Wobei hinter dem „blöde“ steckt, dass wir einfach so gestrickt sind. Manche Vetreter unserer Spezies sind auch einfach einfach gestrickt. Es funktioniert jedenfalls.

Verkauf macht nach Marketing, Werbung und Verkaufsförderung „den Sack zu“. Wir als Kunden machen das „Säckel“ auf. Haben wir gekauft, sind wir oft die Dummen. Keiner interessiert sich mehr wirklich für uns, wenn wir gekauft haben. Das ist wie mit den kleinen Hunden: Erst will Sie jeder haben und dann möchte keiner mit Ihnen Gassi gehen. Bis zum Kauf sind wir Könige, nach dem Kauf manches Mal Bettler. Da wundert das grottenschlechte Image der Verkäufer nicht im geringsten.

 

Berufe-Ranking – Wem vertrauen die Leute am meisten [i]


Rang
Beruf Prozent
1 Feuerwehrleute 94
2 Piloten 93
3 Krankenschwestern 91
4 Apotheker 86
5 Ärzte 86
6 Polizisten 73
7 Landwirte 69
8 Lehrer 60
9 Richter 59
10 Meteorologen 57
11 Priester/Pfarrer* 55
11 Taxifahrer 55
13 Rechtsanwälte 50
14 Journalisten 27
14 Reiseveranstalter 27
16 Finanzberater 20
17 Fußballspieler 17
17 Gewerkschaftsführer 17
19 Autoverkäufer 11
20 Politiker 6
* vor Bekanntwerden von Mißbrauchsfällen


[i] Quelle: http://karrierebibel.de/berufe-ranking-%E2%80%93-wem-vertrauen-die-leute–am-meisten/, 2009

Verkäufer haben ein mieses Image

Andere Länder, anderes Image

In Amerika ist der „Salesmann“ anerkannt, obwohl aus dem Land des Immobilien- und Bankencrashs die größten „Trickser“ kommen. Aber es gibt wohl noch schlimmere. Alles ist relativ. In den USA hat der Rechtsanwalt einen schlechteren Ruf als der Verkäufer. Was nicht verwundert, wenn man amerikanische Gerichtsverhandlungen in TV und Kino verfolgt. Es geht nicht um Recht und Jurisprudenz, sondern um das juristische „Jodel-Diplom“. Dort treten Rechtsanwälte als gelackte Lügner und Manipulatoren der schlimmsten Sorte auf und gelten als schmierige Winkeladvokaten. Und da wir alles von den Amis übernehmen, warnen wir schon einmal die deutschen Anwälte und Rechtsverdreher.

Typischer Witz. Was sind 50 Rechtsanwälte auf dem Meeresgrund? Ein guter Anfang. Woran merkt man, dass ein Rechtsanwalt lügt? Wenn er etwas sagt. Das gilt natürlich nur für die USA … noch.

Woher kommt das Verkäuferimage hierzulande?

Einer 80jährigen Dame eine Lebensversicherung mit 20 Jahren Laufzeit zu verkaufen ist nicht so ganz o.k. Es gibt eine Menge schwarzer Schafe in der großen Verkäuferherde – immerhin soll es über eine Million Vertreter in dieser Funktion geben. Aber sind wir nicht ein bisschen Verkäufer? Menschen einzureden, dass sie etwas kaufen sollen, das sie nicht brauchen – wer benötigt in der Großstadt schon einen Geländewagen? – das machen Werbung und Verkauf. Werbung weckt manipulativ die Bedürfnisse mit teilweise unglaublich dümmlichen Anzeigen und Spots, die auf unsere Emotionen und Gefühle abzielen. Und wir fallen darauf herein. Die „Spitze der Schöpfung“.

Schokolade macht uns verführerisch, Autos zu Helden, Bier zu Umweltschützern oder Freibeutern, Versicherungen garantieren zusammen mit Kaffee eine glückliche Familie. Für wie blöde halten die Werbeleute uns eigentlich? Für ziemlich blöde. Wobei hinter dem „blöde“ steckt, dass wir einfach so gestrickt sind. Manche Vetreter unserer Spezies sind auch einfach einfach gestrickt. Es funktioniert jedenfalls.

Verkauf macht nach Marketing, Werbung und Verkaufsförderung „den Sack zu“. Wir als Kunden machen das „Säckel“ auf. Haben wir gekauft, sind wir oft die Dummen. Keiner interessiert sich mehr wirklich für uns, wenn wir gekauft haben. Das ist wie mit den kleinen Hunden: Erst will Sie jeder haben und dann möchte keiner mit Ihnen Gassi gehen. Bis zum Kauf sind wir Könige, nach dem Kauf manches Mal Bettler. Da wundert das grottenschlechte Image der Verkäufer nicht im geringsten.

 

Berufe-Ranking – Wem vertrauen die Leute am meisten [i]


Rang
Beruf Prozent
1 Feuerwehrleute 94
2 Piloten 93
3 Krankenschwestern 91
4 Apotheker 86
5 Ärzte 86
6 Polizisten 73
7 Landwirte 69
8 Lehrer 60
9 Richter 59
10 Meteorologen 57
11 Priester/Pfarrer* 55
11 Taxifahrer 55
13 Rechtsanwälte 50
14 Journalisten 27
14 Reiseveranstalter 27
16 Finanzberater 20
17 Fußballspieler 17
17 Gewerkschaftsführer 17
19 Autoverkäufer 11
20 Politiker 6
* vor Bekanntwerden von Mißbrauchsfällen


[i] Quelle: http://karrierebibel.de/berufe-ranking-%E2%80%93-wem-vertrauen-die-leute–am-meisten/, 2009