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Ursachen für Burnout im Verkauf

Ursache 1: Der beste Verkäufer wird Chef

Verkäufer sind ja gerne draußen und unterwegs. Sie sind gerne frei – das sagt uns schon der gesunde Menschenverstand. Ein Typ, der den ganzen Tag am Rechner sitzt und möglichst mit niemandem spricht, wird selten Verkäufer. Für viele Verkäufer sind Organisation, Meetings und Management lästige Erscheinungen des Arbeitslebens. Manch glücklicher Verkäufer möchte nicht führen, nicht organisieren und kontrollieren – er will raus und verkaufen. Viele haben auch nicht die notwendige Führungskompetenz und sind damit schnell überfordert. Das ist ein guter Nährboden für einen Burnout.

Was können Sie tun – mit GMV?

Werden Sie sich klar, ob Führung Ihr „Ding“ ist. Dabei helfen unter anderem Persönlichkeits-Tests, wie der von Insights (empfohlen) oder andere: googeln Sie und Sie werden fündig. Sprechen Sie mit einem „alten Hasen“. Er erzählt Ihnen, worauf es ankommt, was auf Sie zukommt und er kann Ihnen sagen, wie er Sie einschätzt. Beschreiben Sie Ihren neuen Tagesablauf als „Chef“, Ihre Aufgaben und Ihre Verantwortung – was sagen Herz und Verstand dazu? Lassen Sie sich coachen. Das bringt oft neue Perspektiven und Lösungen ins Spiel.

Burnout in Vertrieb und Verkauf

In Verkauf und Vertrieb soll es ja besonders hart zugehen, ähnlich wie in Führung, Management, bei Lehrern (ja, viele Burnout-Fälle) und bei Klinikärzten. Druck, Mobbing, immer kompetent und fit, dazu Hauen und Stechen jeden Tag. Daraus folgt, dass Verkäufer entweder besonders stabil sein müssen oder reihenweise zu Hause sitzen und an die Wand starren oder den Mond anheulen.

Sind Verkäufer Weicheier?

Experten sehen in diesem Berufsbild eine stärker wachsende Zahl an Burnout-Fällen als in anderen Berufen – quer durch alle Branchen. Die Gründe, in ein Loch zu fallen und das alles nicht verkraften zu können, sind vielfältig. „Zu Beginn steht oftmals ein begeisterter Verkäufer, der sich mit Engagement in seine Aufgabe stürzt. Solange alles gut läuft, entstehen keine Probleme. Lob vom Chef, gute Verkaufszahlen und zufriedene Kunden geben dem Vertriebler Kraft, die große Arbeitsbelastung zu stemmen.“

Hartes Brot

Da sind so viele und massive Gründe, warum Menschen, die im Verkauf arbeiten in eine psychisch schwierige Lage kommen können. Die hohe Arbeitsbelastung führt zu Stress im Privaten, der Verkäufer hat eine Umsatz-Talsohle zu durchschreiten, Kunden beschweren sich massiv, der interne Wettbewerb wächst, die Chefs machen Druck und Stress. Das ist schon im gesunden Zustand schwer zu „wuppen“. Geht es in Richtung Burnout, also Erschöpfung, hat das im Verkauf fatale Folgen. Denn im Verkauf kommt es auf „Frische“, „Power“ und Ausstrahlung an. Erschöpfung verstärkt sofort die Abwärtsspirale und das führt zu noch mehr Erschöpfung.

Und nun?

Vorbeugen ist besser als heilen. Sind Sie bereits hineingeschlittert, hilft der Gang zum Facharzt, Pause machen, Erholen – sonst nichts. Wirklich, ich (Jürgen Zirbik) weiß, wovon ich spreche. Ich habe bei meinem Burnout ein halbes Jahr pausiert, davon zehn Wochen Kur. Es hat geholfen. Sie sagen, das geht nicht – „ich kann doch keine Pause machen“. Das habe ich im Sommer 2004 auch gesagt. Rückschau: Es ging und das war gut so. Dann doch lieber Burnout vermeiden? Sie haben Recht. In den nächsten Artikeln erhaten Sie dazu bewährte Tipps.