Pharmaindustrie mit krimineller Energie

Wir leben in einer GMV-freien Welt. Das sieht man nicht nur an unseren Politclowns, die nicht wissen was sie tun. Auch in der Wirtschaft geht es zu, wie bei einer Drogenparty der versammelten kriminellen Kartelle dieser Welt. Die Tabakindustrie toppt sie alle. Sie verdient ganz offiziell Geld mit Krankheit, Krebs und Tod. Etwa 1 Milliarde [1]  Menschen werden in diesem Jahrhundert an den Folgen des Rauchens sterben, weit über 17 Milliarden Euro kostet uns die Qualmerei jedes Jahr alleine in Deutschland [2]. Wer von Tabak-Unternehmen Aktien hält, dort als Chef oder Mitarbeiter mithilft, dass Menschen sich mit ihrem Dreck krank machen und umbringen, ist schuldig. GMV. Das gilt auch für die Pharmaindustrie.

Da sind Volkswagen und Konsorten Peanuts. Wer ganz gut mit Krankheit und Tod verdient, ist die Pharmaindustrie. Manche Medikamente helfen, andere bringen einen um. Den Kriminellen in den Pharmaunternehmen ist das offensichtlich egal, so Peter C. Gøtzsche, Facharzt für innere Medizin, Leiter des Nordic Cochrane Center und Autor des Buches „Tödliche Medizin und organisierte Kriminalität“.

Von den Tabak-Killern lernen

Rauchen bringt um

„Tabak verursacht viele Todesfälle durch Herzkrankheiten und Krebs, und wenn wir das Rauchen als einzelne Ursache betrachten, sterben in den Vereinigten Staaten jährlich etwa 440.000 Menschen daran. Die Zahl der Menschen, die an Arzneimitteln sterben, ist also ungefähr halb so hoch wie die Zahl derer, die am Tabak sterben“ [3], so Gøtzsche in einem Artikel in der Huffington Post

Noch liegt die Pharmaindustrie bezüglich „Profit durch Tod“ weit hinter den Tabak-und den Waffen-Milliardären. Sie ist aber ebenso skrupellos. Gøtzsche beschreibt in seinem Buch, dass Pharmaunternehmen für Profit über Leichen gehen und kriminell sind. Er belegt das mit vielen Beispielen. Auf die Frage, warum er die Pharmaindustrie als kriminell bezeichnet, antwortet er in Interviews:

„Weil ich herausgefunden habe, dass das Geschäftsmodell der zehn grössten Pharma-Unternehmen organisierte Kriminalität beinhaltet.“ [4]

„Der weltweit größte Medikamentenhersteller Pfizer zum Beispiel hat in den USA 2009 nach einem Prozess wegen der illegalen Vermarktung von Arzneimitteln 2,3 Milliarden Dollar gezahlt. Das Unternehmen GlaxoSmithKline war 2011 sogar bereit, drei Milliarden Dollar zu zahlen, um einen Prozess wegen Arzneimittelbetrugs zu beenden. Bei Abbot waren es immerhin 1,5 Milliarden, Eli Lilly zahlte 1,4 Milliarden, Johnson & Johnson 1,1 Milliarden. Bei den anderen großen Unternehmen waren es Summen im zwei- und dreistelligen Millionenbereich. Immer ging es um Betrug und Irreführung, Bestechung oder Vermarktung nicht zugelassener Mittel. Diese Straftaten erfüllen die Kriterien für das organisierte Verbrechen, deshalb kann man von Mafia reden.“ [5]

Pharmaindustrie und Wahrheit

Pharmaunternehmen sorgen durch massive Manipulation dafür, dass ihre eigenen Verkäufer Blödsinn erzählen und beispielsweise schlimme Nebenwirkungen nicht kennen. Sie kennen sie nicht, weil Pharmaunternehmen sie zurückhalten oder Studien verfälschen. Ärzte ohne Ahnung verschreiben diesen Mist und Menschen sterben daran. Die Unternehmen machen jahrelange Profit.  Kriminelle Energie wie bei Drogenkartellen.

„Untersuchungen aus verschiedenen Teilen der Welt kommen zu konsistenten Ergebnissen. So sterben in den USA pro Jahr schätzungsweise 200’000 Patientinnen und Patienten an medikamentösen Nebenwirkungen. Etwa in der Hälfte der Fälle werden die Präparate ordnungsgemäss eingenommen. Die andere Hälfte stirbt wegen Überdosierungen oder weil der behandelnde Arzt nicht auf Interaktionen mit anderen Arzneien geachtet hat. Den Medizinern können wir allerdings kaum einen Vorwurf machen: fast jedes Medikament hat 20 oder mehr Sicherheitshinweise und Kontraindikationen. Es ist absolut unmöglich, diese alle zu kennen.“ [4]

Das ist so als wären in einem Flugzeug 10.000 Knöpfe angebracht, deren Funktion und Wechselwirkungen der Pilot alle kennen muss. Drückt er 10 Knöpfe, muss er wissen, wie sich die Wirkung durch gegenseitige Beeinflussung verändert. Kommen zwei hinzu, wird wieder alles anders. Dabei hat der Hersteller die Hälfte der negativen Wirkungen nicht benannt oder heruntergespielt. Würden Sie ein solches Flugzeug besteigen?

Pharmaindustrie: Betrug und Korruption als Tagesgeschäft

„Es ist üblich, die Ergebnisse von Medikamententests zu verfälschen und die Gefahren von Arzneimitteln zu verheimlichen. Zudem stoßen wir überall auf das Geld der Pharmaindustrie – jeder mit Einfluss im Gesundheitswesen soll gekauft werden. Der Industrie gelingt es auf allen Ebenen, wichtige Personen zu bestechen – bis hin zu Gesundheitsministern. Aber besonders gefährlich ist das Pharmamarketing. Die Lügen sind häufig so eklatant, dass die Firmen das exakte Gegenteil der Wahrheit behaupten.“ [4]

Wenn Sie also demnächst zu Ihrem Arzt oder Apotheker gehen, fragen Sie ihn nicht. Er hat so und so keine Ahnung, weil die Pharmaindustrie auch ihn verarscht oder gekauft hat.

„Die Pharmaindustrie steigert ihre Profite, indem sie Medikamente an Gesunde verkauft, die sie nicht brauchen. Diese Praxis breitet sich seit vielen Jahren wie ein Krebsgeschwür in der Gesellschaft aus. In Gang gehalten wird sie von organisiertem Verbrechen, wissenschaftlicher Unehrlichkeit, offenen Lügen und Bestechung. Dem müssen wir ein Ende machen.“ [3]

Das dürfte schwierig sein. In der Industrie stecken allgemein zu viel kriminelle Energie und Geld. Dazu bräuchten wir zudem Politiker und Behörden mit Rückrat und Ehre. Die sind weit und breit nicht in Sicht. Lobbyisten machen ganze Arbeit, Ärzte werden weich geklopft und für dumm gekauft. Es gibt jedoch etwas, das jeder von uns tun kann, so Peter C. Gøtzsche – und das rettet vielleicht sogar Ihr Leben:

„Wenn Sie ein Medikament nicht unbedingt brauchen, dann nehmen Sie es nicht. Wir brauchen selten Medikamente. Es kommt selten vor, dass ein Medikament ein Leben rettet oder unser Leben erheblich verbessert. Die meisten Medikamente haben keinerlei positive Wirkungen.“ [3]

 

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[1] http://www.internisten-im-netz.de/de_news_6_0_1741_tod-und-krankheit-durch-rauchen-untersch-tzt.html, 01.11.2015
[2] http://www.lungenaerzte-im-netz.de/rauchstopp/kosten-durch-rauchen, 01.11.2015
[3] http://www.huffingtonpost.de/peter-c-goetsche/warum-die-einnahme-von-psychopharmaka-verheerende-auswirkungen-haben-kann_b_6152880.html, 01.11.2015
[4] https://akademieintegra.wordpress.com/2014/11/17/pharmafirmen-lugen-und-sind-kriminell, 01.11.2015
[5] http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/kritik-an-arzneimittelherstellern-die-pharmaindustrie-ist-schlimmer-als-die-mafia-1.2267631, 01.11.2015

 

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3 Gedanken zu „Pharmaindustrie mit krimineller Energie

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