Managergehaelter

Managergehälter Top – Firma Flop

Große Unternehmen und Konzerne neigen zunehmend dazu, Mist zu bauen, teilweise mit erstaunlicher krimineller Energie. Wunderbar zu sehen am niemals fertig werdenden Berliner Flughafen, an der Deutschen Bank, an Volkswagen und neuerdings seiner Tochter Audi (ich werde zu BMW wechseln!). Natürlich sind nicht die Unternehmen eine Katastrophe, sondern Ihre Chefs und leitenden Angestellten. Großkotzig, arrogant, unfähig und unverschämt. Selbst wenn der Karren tief im Treck steckt, sacken die Top-Manager weiter Millionen ein. Das liegt an einem System ohne jeglichen gesunden Menschenverstand, an Aufsichtsräten, die mit im Amigo-Sumpf stecken und an den Chef-Typen selbst. Heute wieder ein schönes Beispiel für Psychopathen an der Macht und ein zutiefst verkommenes System…

Managergehälter haben nichts mit Leistung zu tun

„In Sachen Manager-Boni haben die Aktionäre der Führungsriege der Credit Suisse einen Schuss vor den Bug verpasst. Die Anteilseigner stören sich daran, dass Konzernchef Tidjane Thiam trotz eines Verlustes von 2,7 Milliarden Franken und einem Aktienkurseinbruch von einem Drittel im vergangenen Jahr immer noch ein Grundgehalt und Bonus von insgesamt 10,2 Millionen Franken erhielt, berichtet Reuters. Zwar stimmten 58 Prozent der Aktionäre für den Vergütungsbericht. Für die Bank war das trotzdem eine Ohrfeige – Zustimmungen unter 80 Prozent gelten als schwach, weiß Spiegel Online.“ (1)

Weiter steigende Managergehälter?

Also wenn das ein Schuss vor den Bug ist, dann stimmt mit dem System eine ganze Menge nicht. Wie kann ein Vorstands-Versager für Verlust Millionen bekommen? Wie können Typen wie Winterkorn & Co. nach Führungsversagen und kriminellen Vorgängen im eigenen Unternehmen weiter fette Kohle einstreichen? Mit gesundem Menschenverstand ist dazu keine einzige Antwort zu finden. Hier haben Juristen und Verträge das Wort. Und das ist meistens vollkommen gmv-frei. #

Das Thema Managergehälter schlägt jetzt auch bei der Politik auf – aber nur weil Wahljahr ist. Sonst schert sich die Politkaste nicht um das Managergehälter. Wohl auch, weil ihre Vertreterinnen und Vertreter immer mit einem Auge auf lukrative Posten in der Wirtschaft schielen. Aber jetzt…

Managergehälter sind ungerecht

„Managergehälter sind also zum Wahlkampfthema geworden: „Wenn ein Manager 200-mal so viel verdient wie ein Angestellter, verletzt das das Gerechtigkeitsgefühl der Leute“, schimpft der SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz.“ Er selbst gehört ja eher zu den Normalverdienern. „Und: „Da ist etwas aus dem Ruder gelaufen.“ Auch Vertreter der Wirtschaft sind irritiert über manche Gehaltsauswüchse. „Mein Bauchgefühl sagt mir, dass 16 Millionen Euro zu viel sind“, urteilte Manfred Gentz, früherer Daimler-Finanzchef und gerade ausgeschiedener Vorsitzende der Corporate-Governance-Kommission für gute Unternehmensführung über das Gehalt des Ex-VW-Chefs Martin Winterkorn.“(2)

Liebe Politnase Schulz und noch lieberer Großverdiener Gentz, das verletzt nicht nur Gefühle und es hat auch nicht nur etwas mit einem wohl gefüllten Bauchgefühl eines Ex-Daimler-Finanzchefs zu tun. Diese Managergehälter sind ungerecht, unangebracht, unseriös.. sie sind UN! Allerdings wird jetzt alles besser…

Nach Verlusten Managergehälter radikal gekürzt

„Statt rund 78 Millionen Franken zahlt die Bank (Credit Suisse) demnach nur noch 48 Millionen Franken für leistungsbezogene Vergütung aus.“ (1) Na also, geht doch. Bringen Manager keine Leistung gibt es 78 Millionen Boni, bauen sie Mist und machen Verluste, dass es kracht, gibt es nur 48 Millionen Fränkli. Eben wie im wahren Leben auch. Das beruhigt mich dann doch immens.

Kleine Liste der großen Verdiener

  Bill McDermott (SAP) 15,33 Mio
  Dieter Zetsche (Daimler) 13,78 Mio
  Ulf M. Schneider (Fresenius bis 30.06.) 11,14 Mio
  Bernd Scheifele (Heidelberg-Cement) 9,99 Mio
  Frank Appel (Deutsche Post) 9,93 Mio
  Joe Kaeser (Siemens) 8,42 Mio
  Kurt Bock (BASF) 8,35 Mio
  Carsten Kengeter (Deutsche Börse) 8,05 Mio
  Rice Powell (Fresenius Medical Care) 7,84 Mio
  Matthias Müller (Volkswagen) 7,78 Mio

Quelle: http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/manager-gehaelter-eine-frage-der-moral-1.3432951

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(1) Handelsblatt – Finance Today, 02.05.2017
(2) http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/manager-gehaelter-eine-frage-der-moral-1.3432951

 

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